Verrückt? Na und! – Bericht vom Projekttag der Klasse 8h

Am Montag, den 9.11.2020, fand in der Klasse 8h ein Projekttag „Verrückt? Na und! – Seelisch fit in der Schule“ statt.  Bei diesem Präventionsprogramm rückte der Aspekt der seelischen Gesundheit in den Vordergrund. Obwohl der Projekttag „corona-konform“, d.h. mit Maske und ohne offenen Sozialformen stattfinden musste, war die Atmosphäre sehr positiv und konstruktiv.  Veranstalter waren Cornelia von Gerlach und Bernd Schüler aus dem  „Verrückt? Na und!“-Team von dem Verein Perspektiven in Oberursel. 

Konkret wurde den SchülerInnen in sechs Schulstunden vermittelt, wie Krisen bewältigt werden können, d.h. die SchülerInnen lernten, wie man diese erkennt, an wen man sich im Hochtaunuskreis wenden kann und fanden heraus, was einen in schwierigen Situationen stärken kann. Als Schlusspunkt der Veranstaltung lauschten sie dem lebhaften und ergreifenden Bericht eines Menschen,  der bereits eine Krise erfolgreich bewältigt hat und dem sie Fragen stellen konnten. Auch dies half unter anderem Ängste und Vorbehalte zu erkennen und zu überprüfen und machte ein sehr theoretisches Thema durch einen Experten vor Ort noch einmal greifbarer. 

Verrückt? Na und! – Seelisch fit in der Schule

Am Montag, den 9. November 2020, traten die Mitarbeiter des Vereins “Perspektiven”, Frau Gerlach, Herr Schüler und Frau Heinbuch, in den Klassenraum der Klasse 8h, um mit ihnen die seelische Gesundheit der Menschen im Alltag zu besprechen.

Der Tag fing mit einem Vorstellungsspiel an, indem die Klasse den jeweiligen Nachbarn vorstellen sollte. Fragen wie “Er/Sie kann sehr gut …”, “Er/Sie ist bekannt für …” und “Ich mag Ihn/Sie, weil …“ wurden zur Hilfe an die Tafel angeschrieben. Das nächste Vorstellungsspiel wurde der Klasse von Frau Gerlach erklärt: Frau Gerlach stellt die Aufgaben, wie “Jeder, der ein Haustier hat, steht auf.”, woraufhin die Jugendlichen, die Haustiere haben, aufstanden. 

Als Nächstes wurde eine Schülerin aus der Klasse ausgesucht, welche ein Kleid aus zwei großen Blättern anzog, worauf stand: “Hildegards schlechter Tag”. Auf dieses Kleid aus Papier wurden dann Post-its geklebt, auf denen verschiedene Dinge standen, die die Klasse als “schlechte Dinge, die jemanden an einem schlechten Tag passieren können” bezeichneten. Z.B. „Hildegard steht morgens auf, der Wecker hat nicht geklingelt, sie weiß, sie wird zu spät in die Schule kommen. Dann stößt sie sich den kleinen Zeh an der Bettkante. Während sie vor Schmerzen auf einem Bein in die Küche hüpft“ etc. etc. etc. Hier stellte die Klasse fest, dass jede/r mal einen (richtig) schlechten Tag haben kann, es aber problematisch für die eigene seelische Gesundheit würde, wenn man nur noch solche Tage erleben würde. 

Nach der Pause wurde der Klasse ein Arbeitsblatt ausgeteilt, welches sie ausfüllen sollten. Fragen wie “Wohin kann man sich wenden, wenn es einem seelisch nicht gut geht?” und “Welche Anzeichen könnten auf eine seelische Krise hinweisen?” wurden gestellt. Nachdem die Klasse dieses Arbeitsblatt ausgefüllt hatte, wurden alle ersten sechs Aufgaben besprochen, die siebte Aufgabe war eine persönliche Aufgabe. Sie stellte die Aufgabe, eine imaginäre Schatztruhe mit Aktivitäten, Dingen oder Bilder, von einer spezifischen Person, die einen glücklich macht, zu füllen, damit man somit immer weiß, was einen glücklich macht und was einem in schwierigen Situationen helfen kann.  

Nach der zweiten Pause und dem Besprechen der Aufgaben, die die Klasse davor nicht zu Ende besprechen konnte, erzählte Herr Schüler, der bislang gar nichts gesagt hatte und bei dem die ganze Zeit unklar gewesen war, warum er überhaupt anwesend war, plötzlich aus dem Nichts heraus seine eigene Geschichte als früherer Alkoholabhängiger. In diesem Moment war es totenstill im Raum! Die Klasse durfte daraufhin Fragen stellen. Herr Schülers Vortrag war sehr beeindruckend und vor allem auch sehr ehrlich und direkt. Es wurde wirklich klar, dass viele Vorurteile, die man Menschen mit psychischen Problemen gegenüber hat, auch unberechtigt sind. 

Die Klasse wurde anschließend um ein Feedback gebeten und reagierten alle sehr positiv. Sie fanden den Tag beeindruckend und lernten viel über Depressionen und die seelische Gesundheit der Menschen. Als Hausaufgabe sollte die Klasse ihre eigenen Schatztruhen für  ihre seelische Gesundheit packen 

von Ilayda Kabadayi, 8h

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