Verschwörung, Verführung, Verrat

Lilias Debütroman „The Speaker’s Game“ – eine kalte Abrechnung mit dem deutschen Schulsystem

Inspiriert von den Spannungen und Auseinandersetzungen zwischen Schülerschaft und Lehrpersonal – nicht nur an der HUS, sondern auch an vielen anderen Schulen – veröffentlicht die Schülerin und junge Autorin Lilia Selice (18, Q2) ihren ersten Roman „The Speaker’s Game”.

Die Handlung spielt in der fiktiven deutschen Stadt Kronwiesenthal, an einem Gymnasium. Dort wird eine Schulsprecherwahl im Auftrag des Schuldirektors manipuliert: Der naive Achtklässler Florian Schüttler geht aus der Wahl als Sieger hervor – obwohl die Stimmen zugunsten eines anderen Kandidaten ausfielen. Stimmzählerin Sophia deckt die Manipulation auf und verbündet sich mit dem rechtmäßigen Schulsprecher Marlon von Reventlow – ihrem eigentlichen Erzfeind –, um ein Komplott gegen den Direktor zu schmieden. Gemeinsam benutzen sie Florian als politische Marionette.

Statt sich nur auf die Kritik an Leistungsdruck, Bewertungen und Noten zu beschränken, blickt Selice tiefer: In Form eines politischen Thrillers mit Coming-of-Age-Elementen reflektiert sie die verborgenen Mechanismen des Schulsystems – Machtgefälle, (bürokratische) Willkür und strukturelle Ungerechtigkeiten, die oft übersehen werden. Die Schule wird dabei zum Mikrokosmos für größere gesellschaftliche Missstände.

Die Handlung ist geprägt von dramatisierten Elementen – Machtspielen, politischen Intrigen, Loyalitätskonflikten, Korruption, Verführung und moralischem Zerfall. Die Ambivalenz der Charaktere verleiht der Geschichte besondere Authentizität und Tiefe.

Die greifbare Darstellung politischer Machenschaften innerhalb des Schulalltags sowie Themen wie Liebe, Feindschaft und Identität im Subplot machen den Roman zu einer idealen Lektüre für Jugendliche. Doch auch erwachsene Leser*innen werden die politische Vielschichtigkeit und das intellektuelle Potenzial des Romans zu schätzen wissen.

Ab Ende Mai/Anfang Juni ist der Roman in allen Buchhandlungen online für 13,90 € erhältlich.

ISBN: 978-3-8192468-1-4

Mehr Infos findet ihr unter Lilias’ offiziellem Instaaccount @Liliaselice.

Veröffentlicht von Red.

Männer sollten alles zahlen – oder etwa nicht?

Die Frage, wer beim gemeinsamen Essen die Rechnung übernimmt, ist von sozialen Normen und auch von individuellen Werten geprägt. Unsere Umfrageergebnisse zeigen: 55 Prozent der Teilnehmenden finden, dass der Mann zahlen sollte, 36 Prozent sind für eine 50/50-Aufteilung, und nur 9 Prozent sagen, dass die Frau zahlen sollte. Doch wieso ist das so?

Warum die meisten dafür stimmten, dass Männer zahlen sollten

Argumente wie „Tradition“, „Man sollte mal eingeladen werden“ oder „Männer verdienen mehr“ waren vertreten. Für viele symbolisiert es Respekt und Wertschätzung der Zeit der Frau gegenüber, wenn der Mann zahlt. Das Übernehmen der Rechnung wird als höfliche Geste verstanden, die zeigt, dass der Mann bereit ist, Verantwortung zu übernehmen. Auch die Vorstellung des Mannes als Versorger spielt eine wichtige Rolle: Für manche ist es ein Ausdruck von Fürsorge und Großzügigkeit.

Warum 50/50 oft vertreten war

36 Prozent der Befragten bevorzugen eine 50/50-Aufteilung, wobei viele ihre Entscheidung mit Gleichberechtigung und Fairness begründen. Außerdem wurde geschrieben, dass Männer auch nicht endlos Geld haben. Diese Haltung spiegelt den gesellschaftlichen Wandel wider. Frauen möchten durch das Mitbezahlen ihre Selbstständigkeit zeigen und vermeiden, das Gefühl zu vermitteln, sie seien auf die finanzielle Unterstützung des Mannes angewiesen.

Aus meiner Perspektive ist es wichtig, dass beide Beteiligten offen über ihre Erwartungen sprechen und sich auf eine Lösung einigen, die für beide fair ist. Ob der Mann zahlt, die Frau zahlt oder die Rechnung geteilt wird, hängt von der Dynamik und den individuellen Werten der Beteiligten ab.

Der Stillarbeitsraum wird heiß – Misstrauen zwischen den Oberstufenjahrgängen

Das Jahr 2024 markierte den krönenden Abschluss der Q4 mit dem Abitur aus der G8. Der Übergang zur G9 brachte viele Veränderungen mit sich, welche die Oberstufe erheblich beeinflussen.Ein zentraler Faktor ist die Anzahl der aktuellen Oberstufenschüler. Die ursprüngliche Raumfreiheit schrumpfte für die Schüler der E und Q-Phase, besonders durch die Sperrung des Oberstufenraums. Dies sorgt für Spannungen zwischen den E- und Q-Phasen Schülern. Aus Sicht der Q-Phase seien die E-Phasen Schüler die Verantwortlichen und müssten den Raum säubern, um die Erhaltung des Raumes zu garantieren. Durch die Sperrung gehen viele in den Stillarbeitsraum, aber es gibt Befürchtungen, dass dieser auch verdreckt wird.

Die E-Phase wurde für ihr anständiges Verhalten gelobt, was mit dem Verhalten der jetzigen Q-Phase letztes Jahr in Kontrast gesetzt werden kann: Betrugsversuche (z.B. durch K.I) und auffälliges Schwänzen standen bei einigen auf der Tagesordnung. Als Reaktion auf das Verhalten Weniger wurden die Prüfungs- und Entschuldigungsregeln strikter gehandhabt.

Frau Muniz bat während der Fahrtenwoche, die für die Oberstufenschüler der Q1 die Berufsinformationswoche darstellte, um ein Treffen in der Aula, um sie über Prüfungsbedingungen und den Zulass zum hessischen Landesabitur 2026 aufzuklären. Zunächst betonte sie jedoch das unangemessene Verhalten der Schüler, das sie seit 24 Jahren ihrer Tätigkeit als Lehrerin nicht wahrgenommen habe. In dem Zusammenhang ermutigte man die Schülerschaft, verhaltensauffällige Personen zu melden. Der Druck führt zur Entfremdung und dem Aufeinanderhetzen zwischen den Schülern.

Die zuvor genannten Kollektivstrafen werden ebenfalls in der Schülerschaft heiß diskutiert, was für Anfeindungen gegen die vermeintlichen Täter sorgt. Vor allem die Kollektivstrafen beeinflussen das Verhältnis zwischen der E-Phase und der Q-Phase, und es stellt sich die Frage, wie hilfreich diese sind, um das Verhalten der Schüler zu korrigieren. Viele sind der Meinung, dass einzelne Gespräche gerechter wären. Dies würde für weniger Aufsehen sorgen.

Es mag den Eindruck erscheinen, dass einer der Absichten der Strafen der erleichterte Arbeitsaufwand ist. Es gibt öfter Momente, wo die Schüler wie ganze Statistiken behandelt werden – weniger wie Individuen. Viele Schüler entwickeln durch die Entscheidungen ein großes Misstrauen gegenüber der Schule. Durch die Kollektivstrafen fragen sich die unschuldigen Schüler, ob es einen Zweck hat, unschuldig zu bleiben und nicht aus Provokation oder Rebellion sich hineinzusteigern.

Daher ist es wünschenswert, die Ideale unserer Schule (Teamwork, Zusammenhalt) aufrechtzuerhalten (sowohl zwischen der Schülerschaft, als auch zu der Leitung), um einen positiven Wandel der Schulkultur zu gewährleisten.

Kollektivstrafen- Einer für alle?

Seit diesem Schuljahr gibt es neue Entschuldigungsregeln für die Oberstufe: Eltern müssen jeder einzelnen Lehrkraft, deren Unterricht verpasst wurde, noch am selben Tag eine E-Mail schicken. Eine Regelung für 16- und 17-Jährige – Schüler, die kurz vor dem Erwachsensein stehen und Verantwortung übernehmen sollen. Die Freiheiten der Oberstufe nehmen damit erneut ab. Sollte man in diesem Alter nicht selbstständig genug sein, um sich selbst zu entschuldigen?

Die Ursachen für die strenge Regelung
Aber was steckt hinter diesen strengen Vorgaben? Offenbar liegt der Grund bei der letzten Abiturklasse: Laut einer anonymen Umfrage gaben diese Schüler zu, dass nur etwa die Hälfte ihrer Krankmeldungen auch tatsächlich auf Krankheit basierten. Außerdem seien über 60 von 150 Entschuldigungszetteln des jetztigen Jahrgangs verloren gegangen, und einige Unterschriften wurden sogar gefälscht. Doch ist es gerecht, alle Schüler der Oberstufe für das Fehlverhalten von einigen zu bestrafen?

Für einige Schüler könnte diese Regelung sogar zu einem Problem werden. Sich zu entschuldigen, wenn man krank im Bett liegt, wird dadurch komplizierter – vor allem, wenn die Eltern bis spät abends arbeiten. Warum sollte das Verhalten einiger weniger dazu führen, dass jetzt alle den strengeren Vorgaben folgen müssen?

Meiner Meinung nach sollten sich Oberstufenschüler selbst entschuldigen können. Wenn einige von ihnen nur vorgeben, krank zu sein, dann ist der verpasste Stoff letztlich selbstverschuldet. Es bringt aus meiner Sicht keine Vorteile, wenn die Eltern diese Aufgabe übernehmen müssen – immerhin sollen die Schüler irgendwann selbstständig werden. Und wenn nicht in der Oberstufe, wann dann?

Trumps Comeback: Gefahr für Amerikas Zukunft?

Die Präsidentschaftswahl 2024, die Donald Trump gewonnen hat, verdeutlicht, wie tief gespalten Amerika heute ist. Für viele von uns, die an eine demokratische und gerechte Zukunft glauben, ist Trumps Rückkehr ein Rückschlag. Die Wahl zeigte, dass Trumps Strategie der Desinformation und Polarisierung erschreckend wirksam war. Trotz seiner Angriffe auf das Wahlsystem und seiner nach wie vor unbewiesenen Anschuldigungen über Betrug in den Wahlen von 2020 konnte er Millionen von Menschen davon überzeugen, ihn wieder ins Amt zu bringen.

Dieser Wahlsieg zeigt, wie weit Trumps Einfluss reicht – ein Einfluss, der zunehmend auf Spaltung, Misstrauen und Nationalismus beruht. Während seine Anhänger ihn als „Retter“ feiern, warnen viele Beobachter vor den Konsequenzen: Trumps Sieg stellt eine klare Bedrohung für die Grundpfeiler der amerikanischen Demokratie dar. In den vergangenen Jahren hat er durch seine Angriffe auf die Presse, seine Verharmlosung extremistischer Gruppen und seine Verachtung gegenüber rechtlichen Normen eine toxische Atmosphäre geschaffen, die das Vertrauen in die Demokratie selbst erschüttert hat. Seine Rückkehr verspricht mehr vom Gleichen.

Kurz gesagt kann man ja offensichtlich sagen, dass Trumps Sieg viele Wellen von Sorgen und Wut verbreitet. Auch auf der HUS, wo die Wahlen 2024 von mehreren Stufen behandelt wurden, sieht man ähnliche Trends. Wir können nur hoffen, dass die Politik weltweit sich nicht verschlechtert; dies ist aber nicht ganz unwahrscheinlich.

Fai G.

Oberstufenraum- Letztes Privileg?

Der Oberstufenraum ist seit gestern geschlossen. Doch wer hätte gedacht, was für ein Problem wirklich vorliegt.

Bilder aus dem Schul.cloud Oberstufenchannel von Frau Muniz

Es gehört zum Raum dazu, dass die Luft wegen der vielen Menschen in der Pause etwas schlecht ist und, dass die Sofas schon lange abgenutzt sind. Damit hat man sich zurechtgefunden, immerhin muss man im Winter nicht draußen frieren. Das könnte sich jetzt ändern. Frau Muniz hat bereits Bedingungen gestellt, um den Raum zurück zu erhalten. Frage ist, werden sich die Verantwortlichen wirklich melden und wird die Oberstufe es schaffen ein Konzept zu erarbeiten und dieses einzuhalten? Es kommt zu Spannung innerhalb des Jahrgangs und zwischen den Jahrgangsstufen. Urteile gegenüber den jungen Schülern wegen Vandalismus in den B-Bau Toiletten ist nun unangemessener denn je. Anscheinend haben auch einige Oberstufenschüler Probleme mit Hygiene.

Letzte Chance- wird der Oberstufenraum nun endgültig geschlossen? Noch ist es unklar, ob die Regeln wirklich eingehalten werden. Den Raum zu schließen wäre eine harte Kollektivstrafe für die meisten Unbeteiligten. Gibt es aber einen anderen Ausweg? Momentan wird auch der Stillarbeitsraum als neuer Oberstufenraum genutzt, was nervig für Leute ist, die ernsthaft arbeiten wollen. Es lässt sich ahnen, dass der Raum zusätzlich geschlossen wird. Sobald man rausfindet, dass Schüler ihn als alternativen Oberstufenraum nutzen heißt es ab in die Kälte. Die Schließung des Stillarbeitsraum wäre für die meisten Schüler extremst unfair und nimmt der Oberstufe das letzte Privileg.

Wird es die Verunreinigung oder die Privilegien der Oberstufe endgültig beenden? Nun müssen die Oberstufensprecher zwischen Herrn Aden und den Schülern vermitteln und eine Lösung herausarbeiten. Hoffen wir, dass eine Verschmutzung nicht wieder vorkommt und Verantwortliche sich melden. Schließlich wäre es auch den darauffolgenden Jahrgängen gegenüber nicht fair.

NEWS, NEWS, NEWS

Willkommen bei der Humboldt Times!

Euch erwarten spannende Artikel zu:

  • Aktionen, Geschehnisse und Themen aus der Schule
  • aktuelle politische Neuigkeiten
  • Interviews mit EUCH und den Lehrern
  • Was euch interessiert

Schreibt uns über Instagram und nehmt an unseren Umfragen in der Story teil. Ihr wollt etwas wissen, wir machen uns an die Arbeit.

Interesse an Journalismus, Schreiben und News? Werde Teil der Redaktion! Schüler jeder Altersstufe sind herzlichst eingeladen. Unser Treffen ist jeden Dienstag in der Mittagspause, im Keller des B-Baus. Die Tür ist offen, kommt nur rein!

Weitere Fragen? Kein Problem! Wir sind immer ansprechbar über Schul.cloud unter dem Namen Mayleen Watzinger.

Erstelle eine Website wie diese mit WordPress.com
Jetzt starten